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Das Jahr 2015 ist heute eine Woche alt, damit sind 2014 und Jahresrückblicke so aktuell wie Schnee von gestern letzter Woche. Für mich war 2014 voll von Premieren: Zum ersten Mal deutschlandweit zu lesen. Das erste halbe Jahr im Ausland. Zum ersten Mal Heimweh gehabt, zumindest so in der Art. Und Fernweh. Das erste Mal in New York. Zum ersten Mal im Fernsehen. Es war ein spektakuläres Jahr. Auf dass 2015 mindestens genauso viele Erfahrungen bereithält!


Malta

Dabei begann 2014 relativ unspektakulär auf der Mittelmeerinsel, mit wenig Feuerwerk und eher still. Bis zur Heimreise waren es noch zwei Monate. Und in denen bekam ich zum ersten Mal wirklich Heimweh. Kein echtes Heimweh, sondern vielmehr das Bedürfnis nach mehr Platz. Seit Ende September war ich auf dem Eiland, das dazu immer kleiner zu werden schien. Zum Schluss war es beinahe Klaustrophobie, gemischt mit dem Gefühl, alles gesehen zu haben. Willkommene Ablenkung und ein netter Abschluss für das Auslandssemester war dann die Reportage für das Spoke Magazine, meine erste deutschlandweite Print-Veröffentlichung in einem Magazin.


New York

Wirklich eindrucksvoll war die Woche in der Stadt, die niemals schläft.
[Ja, dafür geht 1€ in das Phrasenschwein. Außerdem Quatsch, denn der Times Square ist um 5 Uhr morgens ziemlich schnarchig.]
Ich hatte Fernweh und wollte richtig weit weg, acht Stunden Flugzeit und sechs Stunden Zeitverschiebung klangen vielversprechend. Geschlafen habe ich in der Woche wirklich wenig [5 Uhr morgens!], schließlich hatte ich ein straffes Programm geplant und wollte mir nichts entgehen lassen. Die typischen Sehenswürdigkeiten habe ich besucht, das obligatorische T-Shirt gekauft, habe jede Menge Großstadtluft geatmet und die Zeit sehr genossen. Außerdem habe ich 32GB Bilder mit nach Hause genommen. Die trösten mich auch immer wieder über die Sehnsucht hinweg, die Fernsehbilder von New York mittlerweile bei mir hervorrufen. Auch 2015.


25 Jahre Mauerfall

Als Nachwendekind habe ich weder die DDR noch den Mauerfall erlebt, die dazugehörigen Vorurteile kenne ich aber wohl. Mich hat es gefreut, dass 2014 nicht nur an historische Momente, sondern auch an noch bestehende Unterschiede und Probleme erinnert wurde. Tut doch nicht so, als wäre alles in Ordnung hieß das Manifest bei Zeit Online, bei dem ich meine Erfahrungen geteilt habe. Kurz darauf kam dann schon die Anfrage vom Jugendmagazin PULS des Bayerischen Rundfunks. Das erste Mal im Fernsehen.